Wie alles begann…

Der Entschluß, den Katzen auf Malta zu helfen, kam nach einem Urlaub zustande. Maria besuchte gemeinsam mit ihrer Tochter die Ferieninsel Malta…und war entsetzt und betroffen über das Elend der dort lebenden Katzen. Wegschauen konnte sie nicht und nach ihrer Rückkehr nach Deutschland suchte sie nach Gleichgesinnten und half über eine Privatinitiative, aus der sich schließlich der kleine Vereinn gründete.
Sigrid Baron lebt seit vielen Jahren auf Malta und konnte auch nicht wegschauen. Sie nahm Kontakt zu Maria auf, und so kam die Intitiative ins Rollen. Mit einer Ansprechpartnerin vor Ort, die sich quasi rund um die Uhr für die Katzen einsetzt, sie versorgt und sich kümmert, konnte  der Verein schon vielen Katzen helfen. Mehr über unsere Arbeit und die Möglichkeiten, uns zu unterstützen, erfahren Sie hier:

Unsere Arbeit auf Malta

Ihre Hilfe

Olli ist der Namensgeber unseres kleinen Vereins. Er kommt ursprünglich aus Malta und ist ein alter Hauskater, der überflüssig geworden  war. So hat man ihm seine Freiheit gegeben, indem man ihn in einer Straßenkolonie aussetzte.

Hier hat Olli gelebt. Wie lange wissen wir nicht.

Als Sigrid diese Kolonie zum Kastrieren in Angriff nahm, war Olli einer der ersten Kandidaten – wild, verängstigt und abgemagert, mit Ohrenentzündung und Bisswunden. Aber wen wundert das bei dieser Ernährung (Nudeln mit etwas Thunfisch, bereits mehrere Tage alt):

Dass er ein Hauskater war, teilte er Sigird zwei Tage später mit, als er sich mit einer Kopfnuss für sein Fressen bedankte.

Verletzte und /oder kranke Katzen bringt Sigird in Käfigen in einer Garage unter. Andere Möglichkeiten hat sie leider nicht, wie auch viele andere Tierschützer auf der ganzen Welt. Es ist nicht schön, aber was für Alternativen hat man? Wieder zurück auf die Straße? Das hätte Olli nicht lange überlebt. So konnte er erstmal wieder zu Kräften kommen und seine Wunden verheilen.

Aber dann wurden aus Wochen Monate im Käfig und schließlich sogar Jahre!

Als ich (Anja) im Januar 2011 durch Maria von seinem Schicksal erfuhr, war ich tief erschüttert und sagte sofort meine Hilfe zu. Olli musste da raus und zwar sofort!

Reise nach Malta am 12.02.2011

Am Samstagmorgen ging es für mich von Frankfurt Richtung Malta. Ich war sehr angespannt…was erwartete mich dort…

Sigrid holte mich vom Flughafen ab und von dort ging es direkt weiter zu den Garagenkatzen. Sigrid öffnete das Tor und ich musste meine Tränen zurückhalten.

Natürlich kannte ich bereits einige Fotos von den Garagenkatzen, aber wenn man es mit eigenen Augen sieht, ist es etwas ganz anderes. Einige der Katzen kamen sofort nach vorne an die Gitterstäbe und bettelten nach Aufmerksamkeit und Streicheleinheiten.

Andere hatten sich in die hinterste Ecke ihres Käfigs verkrochen, beachteten uns gar nicht, so auch Olli. Ihn sollte ich in 2 Tagen mit zurück nach Deutschland nehmen. Er wußte noch nichts von seinem Glück. Am liebsten hätte ich alle mitgenommen!

Nach dem wir die Katzen versorgt hatten, fuhren wir zu Sigrids Wohnung. Dort wurde ich von mehreren Hunden und noch mehr Katzen stürmisch begrüßt. Gegen Abend zeigte mir Sigrid ein paar Katzenkolonien, die sie mit Futter versorgt.

14.02.2011 Rückreise von Malta

Montagmorgen fuhren wir auf direktem Weg zur Garage. Olli bekam noch etwas gegen Flöhe und die anderen Katzen bekamen etwas zu futtern. Ich traute mich nicht ihnen in die Augen zu sehen.

Olli flog gleich in ein besseres Leben…und die anderen musste ich schweren Herzens zurücklassen! Sie müssen weiter in den kleinen Käfigen ausharren. . .die einzige Abwechslung sind die Fütterungszeiten…und dann schließt sich das Garagentor wieder für viele Stunden. Diese vielen traurigen Augen werde ich nie vergessen!

Am Flughafen klappte alles reibungslos und ich saß pünktlich mit Olli in der Kabine. Wir hatten eine ganze Sitzreihe für uns und er machte keinen Mucks. Ich war zwar sehr müde, aber an Schlafen war nicht zu denken. So vieles ging mir im Kopf herum. Was sollte ich nur Maria erzählen?
Abends gegen 8 Uhr waren wir endlich Zuhause. Kaum hatte ich die Transporttasche geöffnet, kam auch schon Olli raus und schnurrte wie ein Weltmeister. Er sah sich ganz aufgeregt um und machte sich dann aber sofort über das Futter her.

Dann habe ich mich erstmal um meine anderen Katzen gekümmert, die natürlich total neugierig waren wen ich denn diesmal mitgebracht hatte. Meine Mutter war so lieb und hatte mir in der Zwischenzeit Kaffe gekocht. Den brauchte ich jetzt ganz dringend.
Länger konnte ich das Telefonat mit Maria nicht hinauszögern. Wußte ich doch, daß sie auf meinen Anruf wartete. Obwohl es bereits 21.30 Uhr war, haben wir sehr lange gesprochen. Sie wollte alles wissen, und mir tat es im Nachhinein gut, endlich mit jemanden über die letzten Tage sprechen zu können. An viel Schlaf war auch in dieser Nacht nicht zu denken, aber Maria und ich waren uns einig, daß wir dringend etwas für die Garagenkatzen tun müssen.
Und so entstand die Großaktion „Garagenkatzen“!

Großaktion „Garagenkatzen“ beginnt

Maria setzt Himmel und Hölle in Bewegung um Plätze für die Garagenkatzen zu finden. Da wir kein Risiko eingehen möchten, müssen die Katzen aus Malta unbedingt erst in Quarantäne und tierärztlich durchgecheckt werden.
Und Maria macht das Unmögliche möglich!

Der Hof Chaoti bietet uns 4 Quarantäneplätze an! Danach können 2 der Katzen zur Katzenhilfe Annaberg und 2 zu Sabine. Der Anfang ist gemacht!
Jetzt müssen wir noch einen Weg finden, die Katzen nach Deutschland fliegen zu lassen. Das ist leider nicht so einfach. Sie können nur per Cargo (ohne Begleitung im Frachtraum) kommen. Im Moment versuchen wir heraus zu finden welche Fluggesellschaft welchen Flughafen möglichst am Wochenende mit Cargo anfliegt. Die Katzen müssen schnell kommen, denn die Quarantäneplätze stehen uns nicht ewig zur Verfügung.

Olli hat es bereits nach Deutschland geschafft! Es sind noch einige gesundheitliche Hürden zu meistern, aber wir werden alles dafür tun, damit er endlich keine Schmerzen mehr hat und sorgenfrei leben kann.

Wir dürfen die anderen Katzen nicht im Stich lassen. Aber wir sind auf Ihre Hilfe angewiesen. Alleine schaffen wir das nicht.

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