Es brummt – Couch gesucht

Vor einigen Tagen wurden uns fünf herrenlose Tiere gemeldet. Was sollten wir tun??? Wir mussten helfen.

Die Tiere befinden sich jetzt in einer Pflegestelle, die sie gut und liebevoll versorgt. Alle 5 wurden tierärztlich untersucht, sind topfit und haben alle notwendigen Impfungen. Bis Weihnachten würden wir den Tieren gerne ihren größten Wunsch erfüllen.

Sie suchen ihr neues Zuhause!!!

Wer genau hinhört, kann
sicher auch ein leises
Brummen hören…

Couch-gesucht

Grüße von Mr Ginger

Auch von Mr Ginger erreichte uns ein neues Foto. So wird aus einem ehemaligen Notfall, der uns als nicht so einfach beschrieben wurde, ein glücklicher kuscheliger Katerkumpel. Und der Katerpapa ist nach wie vor begeistert wie gut alles klappt.

Kastrieren, kastrieren und noch mal kastrieren

Auf Malta wird kastriert, kastriert und kastriert. Aber es ist nicht immer einfach, Katzen zu fangen…

Dort oben leben Katzen, die zur Kastration gefangen werden mußten.

Das war vielleicht eine Kletterpartie…

Die Fallen wurden natürlich befestigt, damit sie nicht abstürzen können.

Bei der Aktion hat sich Sigrid das Knie verletzt.
Kein Wunder bei der Kletterei – Leiter hoch und Leiter runter –

Aber die Aktion war erfolgreich.

Und hier noch ein Foto vom Erfolg der 2. Fangaktion:

Denn nur durch Kastrationen läßt sich neues Tierleid verhindern!

Tierarztkosten Deutschland

Am 23.09.2013 durften 4 Katzen Malta den Rücken kehren. Die Glücklichen waren Beachgirl und -boy, Melanie und Martin. Gleich in den ersten Tagen mußten Melanie und Martin zum Tierarzt, da beide auffällig waren. Und Durchfall hatten alle bis auf Beachgirl. Martin mußte mit Medikamenten versorgt werden, Melanie glücklicherweise nicht. Gegen den Durchfall gab es ein schwarzes Pulver und spezielles Futter.

Melanie entwickelte sich positiv und nahm auch schön zu. Für Martin war es nur eine kurze Linderung. Er hatte eine tödliche Viruserkrankung. Am 07.10. mußte er traurigerweise seine letzte Reise antreten…

Auf Grund dessen wurde bei allen anderen eine Blutuntersuchung gemacht. Diese war glücklicherweise negativ. Und nach wie vor sind alle drei munter und freuen sich ihres Lebens.

Aber die Untersuchungen, Medikamente und Spezialfutter haben sehr viel Geld gekostet wie die Tierarztrechnungen belegen. Wir freuen uns wirklich über jeden Euro!

Vielen Dank!

Verwendungszweck: TA Deutschland
Katzenhilfe Olli e.V.
Kto: 735 167 902
BLZ: 860 100 90
Postbank

IBAN: DE44860100900735167902
BIC: PBNKDEFF

 

2 Hunde wieder in Sicherheit

Hier lebten 5 Hunde, die Sigrid und Elisabeth schon einige Jahre täglich versorgen. Das ist die Stelle an der die beiden auch schon überfallen wurden.
Dann bekam Sigrid den Hinweis, 3 der Hunde wildern und die Hunde sollen abgeschossen werden. Sigrid war in Panik…und telefonierte überall, wer könnte die Hunde aufnehmen??? Keiner sagte zu, denn alle sind völlig überfüllt.

In der Gegend wohnen Araber. Sie haben den Hunden frisches Fleisch gebracht, Teile von Hasen und sogar 1/2 Schaf. Die Hunde kamen auf den Geschmack und die Wilderei ging los…die Hunde waren ab jetzt in großer Gefahr.

Es wurde eine Übergangslösung gefunden. Aber als Sigrid die Hunde fangen wollte, waren sie weg.
Sigrid war völlig am Boden…

2 Nächte wurde gesucht und man sah 2 der Hunde hier im Müll. An ihrer gewohnten Stelle haben sich die Hunde nicht mehr sicher gefühlt und sie sind hier groß geworden. Vielleicht wurden sie bereits von Menschen gejagd…jedenfalls war es großes Glück, daß die Hunde gefunden wurden.

Mit viel Mühe konnten sie gefangen werden und nun sind sie übergangsweise hier untergebracht:

Whitina und Blacky
Sigrid schreibt: Die beiden sind nun sicher und auch ganz lieb, sie jaulen nicht. Es sieht fast so aus als würde es ihnen dort gefallen. Aber dort können sie nicht lange bleiben. Sie brauchen beide in 2 Wochen eine neue Bleibe!! Hoffentlich findet Sigrid rechtzeitig eine neue Unterkunft. Da sie nicht geimpft sind, können sie in keiner Hundepension untergebracht werden. Der 3. Hund ist mittlerweile wieder an der alten Stelle und wildert auch nicht.

 

Der Tod läßt nicht mit sich handeln

geboren 11.01.2013…gestorben 07.10.2013

Lieber Martin,

diese Zeilen zu schreiben, tut unsagbar weh. Du lebst nicht mehr und ich kann es einfach nicht begreifen. Warum? Du warst noch so jung! Gerade mal 2 Wochen durftest Du diesen blöden Käfig hinter Dir lassen und konntest ein wenig erahnen wie schön das Leben sein kann…wie schön es sein kann ein eigenes Zuhause zu haben. Ich hatte mich schon gefreut irgendwann in naher Zukunft Deinen „Zuhause gefunden“ Text zu schreiben und jetzt wird es ein Nachruf für Dich…es ist nicht fair…

Martin, mein kleiner Zauberer…der Name Merlin hätte viel besser zu Dir gepaßt. Nicht nur Dein Äußeres war außergewöhnlich (Du hattest sogar mehrfarbige Schurrbarthaare)…auch Dein Wesen war es. Du warst einfach bezaubernd…hast mich von der ersten Sekunde an verzaubert…
„Alles wird gut, habe noch ein wenig Geduld“ habe ich zu Dir gesagt. „Du wirst bald ein eigenes Zuhause haben und dann fängt das Leben für Dich richtig an.“

Ich konnte mein Versprechen nicht halten…

Martin, mein kleiner Zauberer, Du warst todkrank und keiner hat es geahnt…kein Arzt, kein Medikament dieser Welt konnte etwas dagegen tun. „Laß ihn gehen“ sagte Sigrid am Telefon zu mir. „Laß ihn gehen…quäle ihn nicht.“ Es tut mir so leid, Du durftest nur 10 Monate alt werden und wirst nie erfahren wie schön ein Katzenleben sein kann. Jetzt kann ich nur hoffen, daß Deine Schwester gesund bleibt und für Euch beide leben kann…

Nur wenige Tage war es Dir vergönnt, aber genau so wie auf diesem Foto möchte ich Dich in Erinnerung behalten: verspielt, neugierig, lebhaft, aufgeweckt…einfach bezaubernd…

Martin, mein kleiner Zauberer, ich habe mein Versprechen nicht gehalten…verzeih mir…

In tiefer Trauer
Anja

Mein kleiner Martin, nun musstest Du gehen.
Aber Du warst nicht allein,
nicht auf Deinem Weg, nicht hinter dem Licht,
auf welches Du zugingst.
Ich hielt Dich, als Du einschliefst
und mein Herz war bei Dir, als Du erwachtest,
dort in der neuen, anderen Welt.
 
Dort ist nun Glück und Wärme, mein kleiner Zauberer.
 
Du warst so tapfer,
ich wünschte, ich wäre auch so,
dann wäre es mir leichter gefallen,
Dich gehen zu lassen.
 
Es bricht mir das Herz,
dass Du nicht mehr da bist,
mich nicht mehr um den Finger wickelst,
mit Deiner einmaligen Persönlichkeit.
Aber ich weiß, dass ich mich trennen musste,
Du solltest keinen langen qualvollen Weg vor Dir haben,
Du hast es verdient in Würde zu gehen.
 

(Verfasser unbekannt, ich habe es aber etwas geändert)

Sie sind da!

Letzten Montag sind Beachgirl und -boy, Martin und Melanie in Deutschland gelandet. Die Rückreise war alles andere als toll, aber dazu später mehr. Die 4 sind zuckersüß und ganz liebe Gäste, die jetzt bei mir auf die Weiterreise nach Ludwigshafen warten. Sie sind einfach nur lieb und verstehen sich sehr gut untereinander.

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Abreise von Malta – 23.09.2013

Mein letzter Tag auf Malta steht ganz im Zeichen der „Entspannung“, denn die Zeit mit Sigrid war doch sehr anstrengend. Und ich schaffe es tatsächlich wenigstens einmal im Meer zu schwimmen! Ich hatte schon nicht mehr daran geglaubt…das Wasser war einfach herrlich!

Und dann ist er schon da…der Abreisetag, der sich zu einem einzigen Alptraum entwickeln sollte. Wir werden einigermaßen pünktlich am Hotel abgeholt und warten am Flughafen ganz gespannt auf Sigrid und unsere vierbeinigen Reisebegleiter.

Sigrid kommt mit etwas Verspätung, da sie noch mal zurück mußte. Sie hatte die Ersatzflugbox vergessen. Dann geht es erstmal in die Behindertentoilette, da die 2 weißen eine gute Verdauung hatten und alles saubergemacht werden muß. Schade, daß man hier keine Gerüche abbilden kann…

Jetzt aber ab zum Einchecken. Tja, und dann fängt die Schikane an. Ich habe alles was ich tun konnte bereits von Deutschland aus geregelt. 2 Katzen für den Frachtraum gebucht und 2 für die Kabine. Und das habe ich glücklicherweise auch schriftlich, denn die Mitarbeiter von der AirMalta haben wohl noch nicht mitbekommen, daß wir in einem Zeitalter der elektronischen Datenverarbeitung leben. Also gut, das ist dann gefühlte Stunden später geklärt. Dann geht es weiter. Beachboy und-girl sollen in einer großen Box fliegen im Frachtraum. Nein, das geht nicht 2 Katzen in einer Box. Ständig geht dieser Mann von der AirMalta in ein Büro hinter dem Schalter, um dann Ewigkeiten später mit irgendwelchen anderen Argumenten wieder heraus zu kommen. Wir immer wieder auf unsere schriftliche Bestätigung hingewiesen. Dann ist das endlich geklärt, ist die Box für die Kabine auf einmal zu groß. Es handelt sich um 2cm!!! Wenn Sigrid nicht zwischen mir und diesem vermaledeiten Büro gestanden hätte, hätte ich es wohl in diesem Moment gestürmt. Aber da haben sie die Rechnung ohne Sigrid gemacht. Glücklicherweise hat sie ja die andere Box dabei! Na die gucken vielleicht blöd! Also wir noch mal auf diese Behindertentoilette und Melanie und Martin schnell umgesetzt. Jetzt müssen wir noch den Flug für die 4 bezahlen. Und auch hier wieder nur Schikane. Mal soll in Bar bezahlt werden. Also rennt Sigrid quer durch die Halle, da der Schalter am anderen Ende der Halle ist. Nein das geht nicht. Sie muß mit Kreditkarte bezahlen. Also wieder zurück, da man das wieder an einem anderen Schalter machen muß. Aber auch hier wieder Diskussionen ohne Ende. Ich weiß nicht mehr wie oft Sigrid durch die Halle rennt, wir haben nur noch wenige Minuten bis zum Abflug, letzlich muß sie dann doch in Bar bezahlen.

Bitte seht mir nach, daß ich in dieser ganzen Aufregung und Hektik nicht daran gedacht habe, Fotos zu machen. Wir sind dann wirklich auf den allerletzten Drücker in den Flieger, aber es sind alle 4 Katzen an Bord! Ich bin so erleichtert, aber auch mit den Nerven am Ende, daß mir die Tränen kommen. Entspannen kann ich mich aber auch jetzt nicht wirklich, da wir in Düsseldorf zwischenlanden müssen und der Flughafen dort hat ja einen gewissen Ruf was tierische Fluggäste betrifft. Und dieser Tag steht unter keinem guten Stern…

Wir landen also kurz vor 19:00 Uhr in DDorf. Der Anschlußflug weiter nach Hamburg soll um 21:10 Uhr sein. Also genug Zeit…denken wir. Wir haben fast schon unsere Bording-Tickets in den Händen, als eine Durchsage kommt, daß der Flug annuliert wird. Mir fällt die Kinnlade runter. Und nun? Und wo sind Beachboy und -girl? Mir wird total heiß und ich bin kurz vorm Durchdrehen. Die Frau am Schalter greift dann zum Telefon und versucht herauszufinden wo die Katzen sind. Wir werden dann von einem Schalter zum anderen geschickt. Endlich sind wir richtig. Ja, ein Weiterflug nach Hamburg ist nicht möglich. Der letzte Flieger ist gerade weg. Wo sind die Katzen? Diese Frau mit ihrer Engelsgeduld macht mich rasent. Wir könnten auf Kosten der Lufthansa in ein Hotel und am nächsten Morgen fliegen. Mit 4 Katzen? Ohne Katzenklo…ohne Futter? Schulterzucken…das würde schon gehen. Wo sind die Katzen? Mein Gepäck ist mir so was von egal…ich will endlich die Katzen in Händen halten…in Sicherheit wissen…ich bin schweißgebadet und fühle mich wie in einem Alptraum der kein Ende nimmt.

Endlich bekommen wir Auskunft wo sich Beachboy und -girl und unser Gepäck befinden. Meine Schwester setzt sich weiter mit dieser Fau auseinander. Ich will unbedingt noch heute nach Hause, wie ist mir egal. Jedenfalls mache ich mich dann auf den Weg die Katzen und unser Gepäck zu holen. Den beiden geht es gut, man bin ich erleichtert! Als ich dann schwer bepackt wieder zurück bin, hat meine Schwester alles geregelt. Sie will ins Hotel und den nächsten Tag nach Hamburg fliegen, und für mich hat sie ein Bahnticket nach Bielefeld.

Meine Schwester hilft mir dann noch mit 2 Transportboxen und meinem schweren Koffer zum Bahnsteig zu kommen. Vielen Dank Lufthansa, ihr macht es Euch wirklich einfach! Meine Zunge hängt mir mittlerweile bis sonst wo, aber wie soll es auch anders sein…alle Getränkeautomaten am Bahnhof sind leer! Als ich dann endlich völlig fertig im Zug sitze, gebe ich erstmal Sigrid per SMS Bescheid (Maria konnte ich auf ihrem Handy nicht erreichen Stirnrunzelnd). Sigrid ruft dann entgeistert an, was ich denn im Zug mache. Sie ruft dann Maria auf dem Festnetz an (ich hatte doch nur ihre Handynr. gespeichert) und schildert ihr die Sachlage. Irgendwann meldet sich Maria dann bei mir und endlich kann ich mir meinen ganzen Frust von der Seele reden.

So gegen 23:30 Uhr bin ich dann endlich Zuhause! Alle 4 Katzen haben sich während der ganzen Reise vorbildlich verhalten. Na ja, im Zug roch es dann doch zwischendurch etwas streng, aber die Süßen haben keinen Mucks von sich gegeben. Jetzt können sie endlich aus ihren Boxen raus! Martin (Du fehlst mir mein kleiner Zauberer!) inspiziert sofort neugierig das Zimmer. Melanie kommt etwas zögernd hinterher, und die beiden weißen sind erstmal ab hinter das Sofa. Ich stelle noch frisches Wasser und ordentlich was zu futtern hin, und dann lasse ich sie ganz in Ruhe. Meine eigenen Katzen sind alle verschwunden. Hat die Anja doch schon wieder fremde Katzen mitgebracht! Ich glaube, so gegen 03:00 Uhr in der Früh bin ich dann auch endlich im Bett. Diese Rückreise werde ich so schnell nicht vergessen!

 

Tag 4 auf Malta – Teil 3

Nach dem wir neue Energie getankt haben, machen wir uns wieder auf…zu den Katzen in der Garage. Vorher werden aber noch die Katzen versorgt, die direkt vorm Haus leben. Hier habe ich einen kleinen Film gedreht und man sieht sofort wann die Katzen merken, daß Sigrid mit Futter kommt…alle Schwänze gehen steil nach oben. Ihnen geht es gut, so gut es eben unter diesen Bedingungen machbar ist, bei Sigrid vor dem Haus.

Dann geht es weiter zur Garage und ich versuche alle Gedanken auszublenden…versuche mich nur auf meinen „Job“ zu konzentrieren. Sigrid öffnet das Tor, das Licht geht an und sofort ertönt ein Konzert aus Maunzen und Miauen. Es ist eine Sache Fotos von den Garagenkatzen zu sehen und eine ganz andere es zu „erleben“. Heute morgen habe ich ja bereits einige in der Zabbar-Garage gesehen, aber das ist kein Vergleich hierzu. Auch wenn die Garage nicht so düster wirkt (und es sieht wirklich super sauber aus für eine Garage), werde ich sehr sehr traurig. Sooo viele Katzen…alle Farben und Charaktäre sind vertreten. Da sind die Schüchternen, die sich in der hinterste Ecke des Käfigs verkriechen. Und die, die nach Streicheleinheiten betteln. Und die, die ihrem Frust einfach Luft machen. Jede Katze hat eine Geschichte, ein Schicksal, daß sie letztendlich bei Sigrid gestrandet ist. Sie an dieser Stelle alle zu nennen, würde den Rahmen sprengen. Aber es gibt ein paar, die liegen mir ganz besonders am Herzen. Alle anderen werden nach und nach unter „Zuhause gesucht“ zu finden sein.

Das hier ist Knutschkugel, ca. 1-2 Jahre jung, und sein Name ist Programm. Ein ganz toller Kater! Als Sigrid ihn fand, sah er so schlimm aus, daß sie dachte, es wäre eine Ratte. Total abgemagert und mehr tot als lebendig.  Vermutlich hatte er einen schlimmen Unfall und er hat einen doppelten Knickschwanz (sieht wirklich aus wie ein Z) zurück behalten. Er hat Angst vor anderen Katzen, tut ihnen aber nichts. Wer hat ein Herz für diesen Traumkater?

Das ist Limpi. Er hat vorne rechts eine Krüppelpfote. Wie er damit auf der Straße überlebt hat, ist ein Rätsel. Er hat zwar Gefühl in der Pfote, aber die Sehnen sind verkürzt. Er kommt super damit zurecht, so daß man da nichts weiter machen muß. Trotzdem würden wir ihn gerne in Deutschland von einem Facharzt begutachten lassen. Vielleicht kann man ja doch noch etwas verbessern. Auch Limpi ist erst 1-2 Jahre.

Terry, ein Kater, wartet schon sehr sehr lange auf seine Chance. Wer gibt sie ihm? Er muß endlich aus diesem Käfig raus, muß endlich richtig leben dürfen. Er wurde ausgesetzt und ist schwer traumatisiert. Er braucht Menschen, die Geduld haben und ihm die nötige Sicherheit geben. Er braucht in seinem Zuhause unbedingt einen sicheren Rückzugsort und sollte nicht zu kleinen Kindern. Er verträgt sich gut mit anderen Katzen. Zur Zeit sitzt er zusammen mit Antonet in einem Käfig. Bitte, wer holt ihn hier endlich raus?

Und dann möchte ich Euch/Ihnen noch Perserdame Tessie (ich hoffe, ich habe mir den Namen richtig gemerkt) vorstellen. Sie ist ca. 3-4 Jahre, verträglich mit anderen Katzen, kann aber evtl. auch als Einzelkatze vermittelt werden, wenn die Leute viel Zeit für sie haben. Sie braucht viel Pflege, da sie einige Beeinträchtigungen hat, wie sie nun mal viele Perserkatzen haben. Sie hat entzündete Augen und auch Ohren, und sie hat Probleme mit dem Verdauungssysten. Tessie benötigt deshalb bestimmtes Spezialfutter. Werden wir die richtigen Menschen für sie finden?

Draußen ist es mittlerweile dunkel geworden und irgendwas hat meine Beine total zerstochen. Aber egal, wir haben noch einiges vor. Wir machen uns direkt auf den Weg zu den Kolonien, die Sigrid jeden Tag mit Futter und Wasser versorgt.

Natürlich fahren wir auch noch mal zu den Streunerhunden. Diese sind Fremden gegenüber sehr mißtrauisch, und obwohl ich im Auto sitzen bleibe, wittern sie sofort meine Anwesenheit. (Die Fotos sind leider sehr schlecht geworden.) Eine fast weiße Hündin ist so scheu und traut auch Sigrid nicht, daß sie erst kommt als wir schon wieder fahren. Dann klingelt Sigrids Handy. Es ist Elisabeth. Sie fragt, ob wir schon die Hunde gefüttert hätten und ob alles in Ordnung ist. Vor einiger Zeit sind Sigrid und Elisabeth an dieser Stelle angegriffen worden. Sie haben die Hunde immer zur gleichen Zeit versorgt und das haben wohl irgendwelche Männer mitbekommen. Seit dem Angriff, glücklicherweise sind die beiden unverletzt davon gekommen, fahren sie jetzt immer zu wechselnden Zeiten zwischen 20:00 abends und 02:00 Uhr nachts dorthin.

Wir haben es mittlerweile so gegen 21:30 Uhr. Da alle Tiere mit Futter versorgt sind, können wir jetzt auch an uns denken. Wir fahren zu Sigrids Lieblingsrestaurant, und ich stelle fest, daß das ganz in der Nähe von meinem Hotel ist. Dann braucht Sigrid mich anschließend nicht auch noch dorthin zu fahren. Als ich mir dann aber nur einen einfachen Burger bestellen will, schüttelt sie energisch mit dem Kopf. Sie würde selten in so ein gutes Restaurant gehen und ich sollte gefälligst was ordentliches bestellen. Das Essen dort ist wirklich sehr gut und das Lokal dementsprechend auch besucht. Während wir also etwas länger auf unser Essen warten, schauen wir uns die Fotos an und ich schreibe mir wieder so viel wie möglich an Infos auf. Dann ist aber leider der Akku meiner Kamera leer und wir müssen abbrechen. Aber wir haben auch so genug Gespächsstoff. Selbst als das Restaurant schließt, stehen wir noch lange Zeit davor und reden und reden und reden.